Arbeiten mit Wörterbüchern
„Europass Lebenslauf“
Gesprächsführung
Interkulturelle Kompetenz
Internationale Zertifikate
Internet
Lerntypen
Sprachbewusstsein
Sprachmittlung
Sprechen und Interaktion
Teamwork
Umgang mit Texten
Wortschatz
 
  Wortschatz
 
 

Wortschatz

 

Folgende Hinweise können es Ihnen erleichtern, neue Wörter und Wendungen in einer Fremdsprache zu lernen:

- Sprechen Sie sich neue Wörter oder Sätze immer wieder laut/halblaut vor.

- Manchen Menschen hilft es, beim Lernen auf und ab zu gehen und zu gestikulieren.

- Wortschatzsammlungen

  • Gestalten Sie Ihr persönliches „Wörterbuch“. Am nützlichsten erweist sich dabei eine Ringmappe, weil man immer wieder neue Blätter zu einem Thema einlegen kann.
  • Tragen Sie jeweils 10 für Sie wichtige Wörter oder Phrasen zu einem bestimmten Thema oder zu einem Kapitel in Ihrem Lehrbuch ein.
  • Gehen Sie in Zehnerschritten vor: Das jeweils erste und letzte Wort eines Zehnerblockes (3 Blöcke pro Tag sind die Obergrenze) können Sie vermutlich besser behalten als den Rest.

  • Wiederholen Sie die die neuen Ausdrücke rechtzeitig, d.h. am nächsten Tag, dann wiederum nach einigen Tagen. Wir haben die Mehrzahl der Vokabeln bereits nach einer Woche vergessen, wenn wir sie nicht durch häufige Wiederholung aus unserem Kurzzeitgedächtnis in das Langzeitgedächtnis „hinüberretten“.[1]

 

- Mindmaps

  • Wenn Sie Vokabel oder Phrasen zu einem bestimmten Thema zu Hause oder in der Schule mit Ihrem Lehrer oder Ihrer Lehrerin erarbeiten, kann die Erstellung von Mindmaps für Sie hilfreich sein. Die Mindmapping-Methode wurde von Tony Buzan[2] entwickelt und ist der Versuch, gedankliche Prozesse visuell darzustellen. Zum Erstellen von Mindmaps gibt es auch sehr gute Computersoftware.

 

- Vokabellernen mit Karteikarten[3]

Wenn Sie Vokabel gerne mit Karteikarten sammeln und wiederholen, verwenden Sie dazu ein passendes Kästchen mit 5 Trennwänden („Zellen“). Sie können dabei folgendermaßen vorgehen:

 

  • Schreiben Sie neue Ausdrücke in der Zielsprache auf die Vorderseite eines Kärtchens, auf der Rückseite bringen Sie eine Zeichnung an oder Sie notieren den deutschsprachigen Ausdruck bzw. eine Erklärung in der Zielsprache. Geben Sie diese in die erste Zelle.
  • Wenn Sie ungefähr 20 neue Ausdrücke auf Ihren Karteikärtchen haben, nehmen Sie die erste Karte aus der ersten Zelle heraus. Sehen Sie sich die Zeichnung, die Übersetzung oder die fremdsprachige Erklärung an und versuchen Sie, sich an das Wort oder die Redewendung in der Zielsprache zu erinnern.
  • Gelingt Ihnen das? Dann stecken Sie die Karte in die zweite Zelle nach hinten.
  • Gelingt Ihnen das nicht? Dann stecken sie wieder zurück in die erste Zelle, aber an die letzte Stelle des Karteipäckchens, damit der Ausdruck später wieder aufgegriffen werden kann.
  • Um später in der zweiten Zelle mehr Platz zu bekommen, können Sie die Karten nach demselben Muster „entrümpeln“:
  • Alles, was Sie in der 2. Zelle schon können, kommt in die dritte Zelle.
  • Vokabeln, die Sie vergessen haben, wandern wieder zurück in die erste Zelle.
  • So füllen und leeren sich auch die Zellen 3 und 4.
  • Wenn auch die fünfte Zelle gefüllt ist und dort wieder Platz benötigt wird, entnehmen Sie aus dem vorderen Teil der fünften Zelle wieder ein fingerbreites Päckchen und prüfen Sie, was Sie davon behalten haben. Die Vokabel und Phrasen, die Sie jetzt wissen, können Sie ohne Bedenken aus Ihrem Karteikästchen entfernen, weil sie in Ihrem Langzeitgedächtnis gespeichert sind.
  • Was Sie jetzt noch immer nicht können, kommt wieder in die erste Zelle, und „das Spiel beginnt von vorn“. Beschriften Sie erst dann neue Karten, wenn ausreichend Platz in der ersten Zelle vorhanden ist.

 

 

[1] Vgl. Endres, Wolfgang. So macht Lernen Spaß. Beltz Lerntrainer. Weinheim: Beltz Verlag, 2004. S. 78 [18. Auflage].

[2] Buzan, Tony, und Buzan, Barry. The Mindmapping Book. London: BBC Books, 1993.

[3] Vgl. Endres, Wolfgang. So macht Lernen Spaß. Beltz Lerntrainer. Weinheim: Beltz Verlag, 2004. S. 77-88 [18. Auflage].