AUSGABE JUNI 2010: SIE HABEN NEUE SPRACHNACHRICHTEN!
Liebe Leserin, lieber Leser!
Anlässlich des Europatags hat das ÖSZ die sprachliche und kulturelle Vielfalt Europas in den Mittelpunkt seiner Präsenz bei den Feiern in Graz gestellt. In diesem Sinne steht auch die aktuelle Ausgabe der ÖSZ-Sprachbox ganz im Zeichen Europas.
Die Förderung der Mehrsprachigkeit nimmt einen wichtigen Stellenwert in der Arbeit des Europarates und der Europäischen Union ein. Denn Mehrsprachigkeit bietet Chancen für die persönliche Mobilität, Beschäftigung und Bildung und fördert die Toleranz und das Verständnis zwischen den Menschen.
Die internationalen Tätigkeiten des ÖSZ reichen von der Mitwirkung in sprachenpolitischen Gremien und Arbeitsgruppen über die Entwicklung von konkreten Instrumenten und Leitlinien zur Unterstützung des Sprachenlernens bis hin zu Wettbewerben und Aktionsprogrammen zur Förderung der Mehrsprachigkeit.
In Graz ist das Europäische Fremdsprachenzentrum (EFSZ) des Europarats beheimatet, das am ersten Juli sein 15-jähriges Bestehen feiert. Es steht in engem Kontakt mit dem ÖSZ und vielen weiteren lokalen Bildungseinrichtungen in Graz, die sich zum Sprachennetzwerk Graz zusammengeschlossen haben (www.sprachennetzwerkgraz.at).
Ein weiteres Netzwerk von internationalen Sprachenzentren ist unter dem Namen INNLAC entstanden und dient dem regen Austausch über aktuelle Sprachenentwicklungen der Mitgliedsländer. Es wird im Juni erstmals in Graz tagen.
Das internationale Zusammenwirken mit europäischen Institutionen bildet einen wichtigen Bestandteil der Arbeit des ÖSZ, sichert den Kontakt zu internationalen Entwicklungen und hilft mit, Österreich in Europa zu positionieren!
Mit den besten Wünschen für den Sommer! Gunther Abuja Geschäftsführer des ÖSZ |

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Die Zwei-, Drei-, Mehrsprachigkeit von Beginn an fördern.
Ein Leitprinzip der Europäischen Union ist, dass jeder Mensch zusätzlich zu seiner Muttersprache Kommunikationsfähigkeit in zwei weiteren Sprachen haben sollte. Dieses Prinzip ist mit konkreten Maßnahmen im Programm zur „Allgemeinen und beruflichen Bildung“ verankert. Ein Ziel der Maßnahmen ist es, Menschen möglichst früh mit dem Sprachenlernen in Kontakt zu bringen und sie im persönlichen Spracherwerbsprozess bestmöglich zu unterstützen. Die Europäische Kommission hat zum Thema „Frühes Sprachenlernen“ 2009 eine internationale Expert/inn/engruppe eingerichtet. Die Arbeitsgruppe soll gelungene Modelle aus dem vorschulischen Bereich austauschen, aktuelle Herausforderungen identifizieren und Empfehlungen formulieren. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe liegen bis März 2011 vor und werden im Rahmen einer Ministerkonferenz präsentiert und diskutiert werden. Österreich ist mit je einer Vertreterin des ÖSZ als auch des BMUKK in der Expert/inn/enkommission vertreten.
Eine weitere Maßnahme der Europäischen Kommission zur Förderung des frühen Sprachenlernens ist die Kampagne Piccolingo. Piccolingo stellt Eltern, Vorschullehrer/inne/n und Entscheidungsträger/inne/n eine Kommunikations- und Informationsplattform zur Verfügung und macht auf die Vorteile und die Notwendigkeit von frühem Sprachenlernen und sozialer Integration aufmerksam.
Mehr zum Thema unter:
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In einem aktuellen Projekt definiert das ÖSZ Kompetenzen für den fremdsprachlichen Unterricht in der Grundschule. Das Europäische Sprachenportfolio (ESP) für die Grundschule unterstützt bereits jetzt das kompetenzorientierte Lernen.
Mit dem Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GERS) steht ein anerkanntes Rahmenwerk zur Verfügung, das als Basis für die Gestaltung von kompetenzorientierten Lehrplänen und Sprachlerninstrumenten dient. Nach der Einführung der Bildungsstandards und der Erstellung von Kompetenzbeschreibungen im Sekundarbereich wird nun auch definiert, welche Kompetenzen im Sprachunterricht der Grundschule erreicht werden sollen bzw. können. Die Beschreibungen dienen Lehrer/inne/n als Anhaltspunkt für die Gestaltung des Sprachunterrichts und der Optimierung des Übergangs von der Volksschule in den Sekundarbereich. Die vom ÖSZ eingerichtete Arbeitsgruppe unter der Leitung von Dr. Maria Felberbauer (Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien) erarbeitet derzeit Vorschläge für Kompetenzbeschreibungen und Konzepte für die Implementierung in den Schulen.
Das ESP als unterstützendes Instrument
Eine praxisgerechte Grundlage für die Umsetzung bietet das Europäische Sprachenportfolio für die Grundschule (6-10 Jahre), das am ÖSZ entwickelt wurde und auf den Niveaustufen des GERS aufbaut. Das ESP macht bestehende Kompetenzen sichtbar und bietet den Schüler/inne/n die Möglichkeit, ihre Lernfortschritte zu dokumentieren. Derzeit arbeiten bereits 90 Volksschulklassen mit dem ESP. Bis 2013 wird das ÖSZ mit Unterstützung des Unterrichtsministeriums, Schulbehörden und Pädagogischen Hochschulen in ganz Österreich an die 8.000 Sprachenportfolios in rund 400 Volksschulklassen einführen.
Weitere Informationen dazu unter:
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Europatag in Graz – das ÖSZ feiert mit!

Im Rahmen der Feierlichkeiten anlässlich des Europatages fand am 6. Mai am Grazer Hauptplatz das Europatagsfest statt. Die Stadt Graz lud dazu ein, die kulturelle und auch sprachliche Vielfalt Europas zu entdecken und zu feiern. Unter dem Titel "Spracheninnovationen: Von Europa in Österreichs Klassenzimmer" stellte das ÖSZ an einem der Informationsstände seine internationale und nationale Arbeit vor. Auch zahlreiche SPIN-Schulen waren mit Beiträgen auf der Bühne und mit Informationsständen in den Zelten vertreten.
Europäischer Tag der Sprachen (ETS) am 26. September
Rund um den 26. September stellt der Europarat wiederum die Sprachen in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Das ÖSZ koordiniert den ETS in Österreich. Öffentliche und private Einrichtungen sind dazu aufgerufen, sich mit Sprachenveranstaltungen zu beteiligen und ihre sprachliche und kulturelle Umgebung zu entdecken bzw. zu präsentieren.
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Mitmachen! Das ÖSZ stellt für Ihre Sprachenaktionen Werbemittel zur Verfügung und bewirbt diese österreichweit. Machen Sie mit und tragen Sie Ihre Veranstaltung in den ETS-Veranstaltungskalender ein. Nähere Informationen zum Tag der Sprachen, Aktionen in Ihrer Umgebung und den Link zum Veranstaltungskalender finden Sie unter www.oesz.at/ets!
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Ein Highlight rund um den ETS ist die „Lange Nacht der Sprachen“ des BMUKK. Am 23. September sind Sprachinstitutionen in ganz Österreich dazu eingeladen, sich an der Aktion zu beteiligen. Im Mittelpunkt steht das EU-Thema 2010 „Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung“. Mehr zur „Langen Nacht der Sprachen“ unter www.langenachtdersprachen.at. |

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Das 4. Treffen des International Network of National Language Centres (INNLAC) findet von 17. bis 18. Juni 2010 am ÖSZ statt. INNLAC dient den Mitgliedern als Plattform zum Erfahrungs- und Expertise-Austausch in den Bereichen innovatives Lehren und Lernen von (Fremd-)Sprachen. Es umfasst derzeit Mitglieder aus Finnland (OPEKO), Frankreich (CIEP), Norwegen (Fremmedspråksenteret), Österreich (ÖSZ), Schweden (Skolverket), Ungarn (Tempus Stiftung), U.K. (CILT) und Wales (CILT CYMRU) sowie Spanien (Linguamón) als Beobachter. Schwerpunktmäßig möchte sich INNLAC beim diesjährigen Treffen über das nächste Medium-term programme (MTP) des EFSZ informieren und eine Diskussion über die zukünftigen Arbeitsbereiche des neuen MTP und die Arbeitsweise des EFSZ führen.
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Zum Thema des ESIS-Wettbewerbs 2010 "Sprachliche Bildung in der Gemeinschaft – Ressourcen nutzen und Kompetenzen ausbauen" haben heuer 41 Institutionen aus allen Bildungsbereichen Projekte eingereicht. Eine Liste dieser Projekte finden Sie in der ESIS-Projektdatenbank. Derzeit berät eine Fachjury über die eingereichten Projekte. Die Entscheidung der Jury über die heurigen Preisträger/innen wird im Herbst 2010 veröffentlicht.
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| 17.-18. Juni |
4. Treffen des International Network of National Language Centres (INNLAC) am ÖSZ in Graz: INNLAC ist eine internationale Plattform zum Erfahrungs- und Expertise-Austausch in den Bereichen innovatives Lehren und Lernen von Sprachen.
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| 23. und 24 September |
Sprachenworkshops für Kinder: Anlässlich des Europäischen Tages der Sprachen lädt das ÖSZ zu Sprachenworkshops ein. |
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23.-25. September |
3. Tagung der Österreichischen Gesellschaft für Sprachendidaktik (ÖGSD) an der Universität Innsbruck: Sprachenlernen: Kompetenzen und Fertigkeiten aneignen, Performanzen (über-)prüfen. Nähere Informationen unter www.oegsd.at. |
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26. September |
Europäischer Tag der Sprachen (ETS) 2009: Zahlreiche öffentliche und private Institutionen feiern die sprachliche und kulturelle Vielfalt Europas. Ein Highlight ist die „Lange Nacht der Sprachen“. Mehr zum ETS und den österreichweiten Veranstaltungen unter www.oesz.at/ets und unter www.langenachtdersprachen.at. |
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27.-28. September |
Bundesseminar an der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg (Feldkirch): Konzepte zur Förderung der Mehrsprachigkeit in der Aus- und Fortbildung von Lehrer/inne/n in Österreich und der Schweiz. Wo stehen wir? Wohin gehen wir? |
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22.-26. November |
ForLang – A European approach to language teacher training: Von 22. bis 26. November 2010 findet am Centre International d’Etudes pédagogiques (CIEP) in Sèvres bei Paris die Fortbildungsveranstaltung ForLang statt, die sich an Lehrerbildner/innen aus ganz Europa richtet. Mehr zur Veranstaltung und Registrierung unter www.forlang.eu. |
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Impressum: Österreichisches Sprachen-Kompetenz-Zentrum | Hans-Sachs-Gasse 3/1, 8010 Graz | Tel. +43(0)316/824150 | Email: office@oesz.at | Website: www.oesz.at | ZVR-Zahl: 566265977
Für den Inhalt verantwortlich: Gunther Abuja, Geschäftsführer des ÖSZ | Konzeption, Koordination und Redaktion: Michaela Ortner | Design: Max Werschitz | Technische Umsetzung: Gerhard Peinsipp | © ÖSZ 2009-2010
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Neuerscheinung im Herbst
Der Gemeinsame europäische Referenzrahmen für Sprachen in der Unterrichtspraxis.

Der Gemeinsame europäische Referenzrahmen für Sprachen in der Unterrichtspraxis ist eine Handreichung, die den Lehrkräften die direkte Umsetzung des GERS im Unterricht erleichtern soll. Dabei unterstützen neben einer fachlichen Aufbereitung des GERS ausgewählte Unterrichtsbeispiele aus den verschiedenen Fremdsprachen der Sekundarstufen I und II.
Angela Horak, Wolfgang Moser, Margarete Nezbeda, und Michael Schober. Der Gemeinsame europäische Referenzrahmen für Sprachen in der Unterrichtspraxis. ÖSZ Praxisreihe 12. Graz: ÖSZ, 2010 (mit begleitender CD). ISBN 978-3-85031-138-0.
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