Auftakt Juni 2011
 

Das Österreichische Sprachenkomitee nimmt seine Arbeit für die Mehrsprachigkeit offiziell auf.

Am 14. Juni erfolgte der offizielle Auftakt des Österreichischen Sprachenkomitees in der Aula der Wissenschaften in Wien. Das ÖSKO ist eine Initiative des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur (BMUKK) in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (BMWF). "Zwei zusammen können mehr bewirken als einer allein und zudem ist das Sprachenlernen in beiden Häusern beheimatet", so Wissenschafts- und Forschungsminister Karlheinz Töchterle bei der Auftaktveranstaltung. Kurt Nekula, Sektionschef im BMUKK, spricht von einer "Bildungs-WG", in der aktuelle Themen wie die " Pädagog/innenbildung NEU" aufgegriffen werden.

ÖSKO-Partner

Mit der Auftaktveranstaltung bekennen sich nicht nur die Ministerien zur Zusammenarbeit im Sinne der Mehrsprachigkeit, sondern auch die ÖSKO-Partner. Die rund 40 Organisationen aus Bildung und Wirtschaft haben es sich zum Ziel gesetzt, den vorab eher losen Zusammenschluss zu einer Arbeits- und Beratungsplattform umzubauen. Grundlage der gemeinsamen Aktivitäten ist ein mehrjähriges Arbeitsprogramm.

Als wesentliche Eckpunkte des ersten Arbeitsprogramms 2011-2013 nennt Arthur Mettinger, Vizerektor der Universität Wien, die Pädagog/innenbildung NEU, für die gemeinsame Module zur Mehrsprachigkeit entwickelt werden sollen, die Qualitätssteigerung im muttersprachlichen Unterricht sowie eine Bestandsaufnahme von Sprachlehr- und .-lernforschung und Mehrsprachigkeitsforschung in Österreich. Der Vorteil von ÖSKO ist dabei, dass "das ÖSKO aus jenen Expert/innen besteht, die sich mit den aktuellen Fragen der Mehrsprachigkeit auseinandersetzen", streicht Sektionschef Nekula die hochkarätige Besetzung des ÖSKO hervor. Damit komme man einem "Idealzustand" sehr nahe, "in dem man einzelne Bemühungen überschaut, Synergien nutzt und aus Erfahrungen geschöpft werden kann", so Bundesminister Töchterle.

Mit dem Arbeitsprogramm bringt das ÖSKO einige der sprachenpolitischen Empfehlungen, die im Rahmen des Profilbildungsprozesses Language Education Policy Profiling mit dem Europarat formuliert wurden, gemeinsam zur Umsetzung. Das Österreichische Sprachen-Kompetenz-Zentrum (ÖSZ) bringt Expertise als Partnerorganisation ein und wird als ÖSKO-Geschäftsstelle u. a. das Monitoring des Arbeitsprogramms übernehmen. Bundesministerin Claudia Schmied sieht das ÖSKO damit als "zentral für die Weiterentwicklung der Bildung in Österreich".

Verständnis für Mehrsprachigkeit stärken


Beim Thema Mehrsprachigkeit und sprachliche Vielfalt "geht es nicht nur um Vermittlung von Sprachkompetenz sondern vor allem auch um die Akzeptanz interkultureller Unterschiede" betont Bundesministerin Claudia Schmied in ihrer Videobotschaft. Ein wesentlicher Bereich sei daher auch interkulturelles Lernen. Erklärtes Ziel des ÖSKO ist es, die Sichtbarkeit von Sprachen zu erhöhen und die Potenziale einer multilingualen Gesellschaft in Bildung und Wirtschaft besser zu nutzen.